Ihr habt gewählt – Das Ergeb­nis der Junior­wahl 2025 am Humboldt

Auch in die­sem Jahr hat am Hum­boldt eine Junior­wahl zur Bun­des­tags­wahl stattgefunden.

Anfang der Woche durf­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Stu­fen EF und Q2, sowie die Klas­se 8a von Herrn Thä­ter ihre Stim­me abge­ben. Orga­ni­siert wur­de die Wahl vom Zusatz­kurs Sozi­al­wis­sen­schaf­ten der Q2 von Herrn Thä­ter.

Die Junior­wahl ist eine bun­des­wei­te Akti­on, bei der Schü­le­rin­nen und Schü­ler an frei­wil­li­gen Teil­neh­mer­schu­len zeit­gleich statt­fin­den­de Bundestags‑, Euro­pa- oder Land­tags­wah­len simu­lie­ren. Bereits zur letz­ten Bun­des­tags­wahl und Euro­pa­wahl hat das Hum­boldt eine Junior­wahl beglei­tend angeboten.

Gera­de im Ver­gleich zu die­sen letz­ten Ergeb­nis­sen dürf­te das Zweit­stim­men­er­geb­nis die­ser Wahl 2025 überraschen:

So wur­de die­ses Mal beim Zweit­stim­men­er­geb­nis die Links­par­tei mit 26% stärks­te Kraft unter den Junior­wäh­le­rin­nen und ‑wäh­lern am Hum­boldt und konn­te somit ihr Ergeb­nis im Ver­gleich zur Euro­pa­wahl ver­vier­fa­chen. Die SPD ver­dop­pel­te ihren Anteil, wäh­rend die Grü­nen ein leicht ver­bes­ser­tes Ergeb­nis erzie­len konn­ten, jedoch seit der letz­ten Juni­or-Bun­des­tags­wahl am Hum­boldt deut­lich an Stim­men ver­lo­ren haben. Die CDU hin­ge­gen muss­te mit nur noch 15,5% fast die Hälf­te ihrer Stimm­an­tei­le, die bei der Junioreu­ro­pa­wahl erreicht wur­den, abge­ben. Die AfD hät­te bei die­ser Wahl erst­mals den Ein­zug in den Hum­boldt-Bun­des­tag mit 7,2% geschafft. Sons­ti­ge Par­tei­en und ungül­ti­ge Stim­men kamen zusam­men­ge­rech­net auf 9,3%.

Im Ver­gleich zum Zweit­stim­men­er­geb­nis über­rascht auch das Erst­stim­men­er­geb­nis der Hum­boldt-schü­le­rin­nen und ‑schü­ler. Vor dem Hin­ter­grund der Wahl­rechts­re­form wür­de den­noch Ingo Schä­fer von der SPD für Solin­gen in den Juni­or-Bun­des­tag 2025 ein­zie­hen, da das Ergeb­nis ein­deu­tig genug ist. Rolf Breu­er von den Lin­ken erreich­te 22%, schaff­te also nicht ganz die 26% der Zweit­stim­men, die an sei­ne Par­tei gin­gen. Jür­gen Hardt von der CDU war mit 20% erfolg­rei­cher als das Ergeb­nis sei­ner Par­tei bei den Zweitstimmen.

Ins­ge­samt zeigt die­ses Ergeb­nis der Junior­wahl deut­lich: Man kann uns Jugend­li­che poli­tisch nicht ein­fach über einen Kamm sche­ren. Wir Bald- und Erst­wäh­len­de ent­schei­den jedes Jahr anders, wer­den durch ganz unter­schied­li­che The­men, Par­tei­en sowie Poli­ti­ke­rin­nen und Poli­ti­ker ange­spro­chen. Unse­re Ansich­ten sind viel­fäl­tig und, wie die Welt um uns her­um, stän­dig im Wan­del. Die Par­tei­en müs­sen sich also wei­ter­hin Mühe geben, lang­fris­tig unse­re Unter­stüt­zung und unse­re Stim­men für sich zu gewin­nen. In jedem Fall schau­en wir gespannt und kri­tisch auf die poli­ti­sche Zukunft Deutschlands. 

von Cla­ra Jgst. EF

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