Romfahrt 2013

rom 13 131 mit Latinum ausgestattete Schüler - 2 Lehrer – übrigens auch beide mit Latinum ;) - 5 Tage - 1 Fahrt

 

Mittlerweile ist es Tradition am Humboldtgymnasium Solingen, dass der Lateinkurs der 10. Jahrgangsstufe zu einer Studienfahrt nach Rom fährt, um dort zu sehen, wie und wo Antike lebendig wird.

Die Fahrt folgte der Vorgabe, dass ein Wochenende bei so einer Fahrt enthalten ist. Übrigens nicht, damit die Schüler das reichhaltige Partyangebot eines Wochenendes genießen können, sondern damit der Unterrichtsausfall für alle Beteiligten gering bleibt.


So wurden die Teilnehmer am Freitag (05. Juli) um 6:00 Uhr morgens (wegen der günstigeren Flugpreise) am HGS verabschiedet und machten sich auf den Weg zum Flughafen Düsseldorf von dem aus es nonstop nach Rom ging.
In Rom angekommen fuhren wir direkt nach Ostia Antica weiter, wo uns die Kunsthistorikerin Frau Langer durch die alte Hafenstadt Roms (mittlerweile ist dort wegen Verlandung keine Küste mehr) führte. Durch sie erhielten wir bereits erste spannende Informationen hinsichtlich des Haus- und Stadtbaus der Römer (Wie gingen Römer auf Toilette? Wie sahen Badeanstalten aus? Wie hat man sich ein antikes Restaurant vorzustellen?). Nach der Führung begaben wir uns in die Hauptstadt, bezogen die Zimmer (dabei hatten einige Schüler bereits ihren Sonnenbrand zu versorgen) und erkundeten die nähere Umgebung. Wie auch an allen kommenden Tagen fielen zwischen 22 und 23 Uhr alle müde in ihr Bett.
rom 13 2Am nächsten Morgen (Samstag 06. Juli) „bestaunten" die meisten Schüler das sogenannte Frühstück des Hotels, aßen ihr Stückchen Kuchen, nahmen auf ihrem Zimmer sicherlich noch weitere Kleinigkeiten zu sich, bis wir – wie jeden Tag – um 9:00 Uhr aufbrachen. An diesem Tag streiften wir vom günstig gelegenen Hotel durch die ewige Stadt (der augusteischen Propaganda folgend) und besichtigten z.B. die Piazza Navona, Fontana di Trevi, Spanische Treppe, Piazza del Popolo sowie das Pantheon und genossen das weltbekannte italienische Eis der wohl beliebtesten (und besten?) Eisdiele. (Wegen eines Missverständnisses mit Frau Langer wurde kurzfristig das Programm von Samstag und Montag getauscht.)
Der folgende Tag (Sonntag 07. Juli) war wieder von Frau Langer und ihren „huuuuundert v. Chr." geprägt. Wir trafen uns pünktlich um 10 Uhr (danke an unseren „Busrennfahrer") etwas außerhalb der Stadt und durchliefen die Villa Hadriana mit ihren beeindrucken Gebäuden sowie Park- und Schwimmanlagen. Nach einer Mittagspause im Hotel besichtigten wir schließlich noch die Kirche San Clemente, die Lateranskirche sowie die beeindruckenden Ruinen der Caracalla-Thermen. An diesem Tag machten wir leider auch bereits erste Erfahrungen mit den römischen Wärmegewittern, die uns an den folgenden Tagen immer wieder heimsuchten.
Am Montag (08. Juli) führte Frau Langer uns (und einige hartnäckige „Führungsschmarotzer") mit ihrem Fachwissen durch das Forum Romanum sowie auf den Palatin und erläuterte die Geschichte der noch zu sehenden Tempel, Basiliken und Paläste. Nach einer Verschnaufpause besichtigten wir gemeinsam das beeindruckende Kolosseum, die Sandgrube, die Circus Maximus genannt wird, die Tiberinsel sowie das Kapitol. (Ob es sich gelohnt hat, die „Todestreppe" zur Kirche Santa Maria in Aracoeli auf Knien zu erklimmen, was dem sich selbst Quälenden einen Lottogewinn verspricht, bleibt abzuwarten.)
Der letzte Tag (Dienstag 09. Juli), an dem wir Zeit hatten, Rom zu sehen, bildete den theologischen Höhepunkt, da wir den Petersdom, den Vatikan sowie die Engelsburg besichtigten. Einige Unerschrockene erklommen sogar den Petersdom (nichts für Leute mit Platz- oder Höhenangst), von dem aus sich ein grandioser Ausblick über Rom bot. Der Nachmittag (viel war davon nicht übrig, da wir ca. 1 h anstehen mussten, bis wir in den Petersdom kamen) wurde den Schülern zur freien Verfügung gestellt, um Andenken etc. zu besorgen.

Am Mittwoch (10. Juli) flogen wir schließlich zurück nach Düsseldorf und gegen 16:30 Uhr konnten alle Eltern ihre Söhne und Töchter am Humboldtgymnasium wieder in Empfang nehmen.

Ein herzliches Dankeschön gebührt Frau Nieder, die eine absolut reibungslose und gelungene Fahrt organisiert hat, sowie Frau Langer, die uns erklärte, woher die ganzen „Einschusslöcher" stammen. Abschließend sei allen Schülern für ihr vorbildliches Verhalten gedankt, ohne das so diese Fahrt kein voller Erfolg gewesen wäre.


Auch wenn es teilweise anstrengend war, kann Seneca zugestimmt werden:


Vectatio iterque et mutata regio vigorem dant.
Ein Ausflug, eine Reise, ein Ortswechsel geben neue Kraft.
(Seneca, De tranquillitate animi 17,8)

von Michael Fritschen

   
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