Unterrichtsfach Literatur

Das Fach Literatur, anwählbar für die Jahrgangsstufe Q1, stellt eine Alternative zu den bekannten Fächern Kunst und Musik dar.

Im Folgenden möchten wir Euch über dieses Schulfach informieren:

Ziel des Faches Literatur ist in erster Linie die Aufführung eines Theaterstückes mit dem ganzen Kurs. Schauspielerisches Interesse und auch die Freude am Lesen und Bearbeiten eines Stückes, sowie Kreativität für das Entwerfen von Kostümen oder Bühnenbildern, sollten also bestenfalls vorhanden sein, um das Fach Literatur mit Freude zu belegen.

Es wird von niemandem erwartet, ein besonderes schauspielerisches Talent zu besitzen oder sofort perfekt auf der Bühne präsent zu sein - im Gegenteil, die Förderung und stärkere Ausprägung der Darstellungsleistung eines jeden Schülers stehen die ganze Zeit über im Vordergrund.

Die Auswahl und Vorbereitung des Theaterstückes ist zunächst nicht Kernpunkt der Kurstätigkeit, vielmehr ist der Aufbau und spätere Ausbau von Vertrauen, Zuverlässigkeit und Engagement innerhalb der Gruppe der Weg zum letztendlichen Ziel: der Aufführung, meist zum Ende des Schuljahres.

Zu Beginn werden im Literaturkurs also kleine „Hemmungen" abgebaut, die meist zwischen einzelnen Gruppen oder auch den Geschlechtern innerhalb des Kurses bestehen, und somit ist auch das bessere Kennenlernen untereinander ein erster Schritt.

Kleine Spiele, wie etwa Kennenlernspiele, um die Namen der Mitschüler zu lernen, oder Vertrauensspiele, die gegenseitiges Vertrauen herstellen und ausbauen, sind zu Beginn an der Tagesordnung. Aussagen von Schülern des Literaturkurses von Herrn Ochs, wie z.B.:

„Man merkt richtig, wie die Gruppe immer mehr zusammenwächst", oder „Auch in anderen Kursen ist man sich nicht mehr so fremd", beweisen, dass das langsame Heranführen der gesamten Gruppe an die gemeinsame Arbeit effektiv und unabdingbar für ein gelungenes Ergebnis ist.

Generell sieht das Fach Literatur nicht vor, dass unbedingt ein Theaterstück aufgeführt wird, sondern ist offen für neue Ideen, wie z.B. Themenabende welche sich mit einem ausgewählten Stück befassen und die Teilnehmer und Besucher dieses Abends integriert und ihnen das Stück näher bringt. Dabei werden von den Schülern zusätzlich individuelle, kreative Arbeiten dargeboten, beispielsweise selbstgeschriebene Texte.

Allerdings ist der Erwartungshorizont der Schüler meist mit dem Schwerpunkt auf eine gemeinsame Aufführung im klassischen Sinne gelegt, was größtenteils auf die eigentlich immer positive Resonanz der Aufführungen der vergangenen Jahre zurückzuführen ist.

Nach den, oben erwähnten, ersten Schritten der gemeinsamen Zusammenarbeit, folgt die Auswahl eines Theaterstückes in gemeinsamen Gesprächen, Diskussionen und Vorstellungsrunden, in denen von den Schülern ausgewählte Stücke vorgestellt und bewertet werden, sodass nach einigen Wochen die Auswahl und Festlegung auf ein, vom ganzen Kurs akzeptiertes, Theaterstück getroffen werden kann.

Dieses Theaterstück kann sowohl auf der Basis von Romanen und Filmen ausgewählt, aber auch selbst vom ganzen Kurs geschrieben werden.

Bei all diesen Schritten kann sich der gesamte Kurs einbringen, ganz gleich ob mit oder ohne Theatererfahrung.

Nach der Auswahl eines Stückes werden die verschiedenen Rollen verteilt, welche von den Schülern selbst gewählt werden, womöglich durch kleine Ergänzungen wie z.B. zusätzliche Dialoge, Monologe oder Handlungsabschnitte, erweitert werden können und somit das ausgewählte Theaterstück zu etwas sehr Persönlichem machen, was dem ganzen Kurs am Herzen liegt.

Da diese Bearbeitungen natürlich sehr zeitintensiv sind, sind Proben außerhalb der Schulzeit, beispielsweise an einigen Samstagen unumgänglich, jedoch werden diese Proben durch Engagement und dem Streben nach dem Erreichen des Zieles, eine gern auf sich genommene „Anstrengung", die nur nochmals den Zusammenhalt unterhalb der Schüler fördert.

Des Weiteren ist das Wissen, dass diese Proben und die gesamte Arbeit miteinander lohnenswert sind, ein weiterer Antrieb für die Teilnehmer.

Und auch Schüler, die sich gerne mit anderen messen, sind im Literaturkurs gut aufgehoben, da an Wettbewerben wie z.B. den „Walder Theatertagen" teilgenommen werden kann.


 

Insgesamt ist es durchaus eine positive Erfahrung den Literaturkurs in der Klasse 11 anzuwählen um schauspielerische Erfahrungen zu sammeln, das Vertrauen zu anderen und auch sich selbst auszubauen und neue Fähigkeiten zu entdecken.

Literatur in der Q1 heißt Zusammenhalt, Engagement, Freude am Gemeinsamen, kurz: das ganz andere Fach.

 

Ole Lobbinger, Lucie Schütz, Nicole Buchenfeld, Q1

   
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